Also Leute, stellt euch Folgendes vor: Ich sitze an meinem Laptop, in meinem kleinen Atelier, umgeben von Kunstdrucken, die nach frischem Papier und Tinte riechen. Meine To-do-Liste für den Tag war eigentlich ganz einfach: neuen Kunstdruck hochladen, ein bisschen auf Instagram posten, und später vielleicht noch einen Cappuccino in der Sonne trinken. Klingt nach einem chilligen Tag, oder? Und dann – BÄM! – ploppt da so ein gelbes Ding in meinem WordPress-Backend auf. „Deine Website läuft mit einer veralteten Version von PHP (7.4.33) … blablabla … bitte aktualisieren.“ Also wirklich, als ob mich PHP irgendwie interessieren würde. Ich will Kunst machen, keine Codes debuggen.
Aber okay, neugierig wie ich bin, klicke ich drauf. Und dann erklärt mir WordPress in einer Sprache, die ungefähr so sexy klingt wie eine Gebrauchsanweisung für einen Staubsauger: PHP sei nämlich die Programmiersprache, die WordPress zum Leben erweckt, und meine Version sei sozusagen aus der Steinzeit. Abgelaufen. Keine Sicherheitsupdates mehr. So wie ein abgelaufenes Joghurt im Kühlschrank, das vielleicht noch gut aussieht, aber garantiert Ärger macht.
Na toll. Ich, die dachte, die einzige veraltete Technik in meinem Atelier sei der Drucker, der manchmal Papier frisst wie ein hungriger Hund. Und jetzt also auch noch meine Website, mein kleines digitales Schaufenster für die Welt.
Ich stelle mir das ja so vor: Meine Website, wie sie nachts auf meinem Server liegt, eingerollt in einer alten Wolldecke, müde, klapprig – und die anderen Websites, die schon PHP 8.3 haben, rennen quicklebendig im Kreis herum und lachen. Und meine arme Seite hustet nur leise. Und die Risiken? Naja, offenbar ziemlich unschön: Sicherheitslücken (was, wenn plötzlich jemand mit schmutzigen Schuhen in meinen Shop reinplatzt?), Kompatibilitätsprobleme (Plugins, die irgendwann sagen: „Sorry, wir reden nicht mehr mit dir!“) und Performanceeinbussen (dabei ist meine Seite schon jetzt kein Ferrari). Das Ganze erinnert mich irgendwie daran, wie ich neulich mein altes Handy aufladen wollte. Es hat zwar noch funktioniert, aber jeder Versuch, Instagram zu öffnen, war ein Geduldsspiel. Genau das gleiche Drama hier: Nur dass statt Instagram-Fotos von meinem Hund jetzt mein Webshop auf dem Spiel steht.
Also was mach ich? Ich atme tief durch, schiebe die Kaffeetasse zur Seite und rufe meine Website Agentur Leute an, das sind ganz coole Jungs. Die sind das Pendant zu diesen guten Freundinnen (aber es sind doch hauptsächlich Männer, wie das so ist in diesen Agenturen), die einem bei Liebeskummer Schokolade bringen. Sie sind gefühlt dein Psychiater mit offenem Ohr für all deine Techniksorgen – und die habe ich wirklich sehr oft. Mal ists das Handy, mal der Laptop oder eben die Website.
„Keine Panik“, meinen sie. Wir können die PHP-Version hochschrauben und wenn mein aktuelles Template und meine Plugins keine Probleme machen (und das hoffe ich doch schwer) dann kommen wir mit 1 oder 2 Stunden Zeitaufwand durch. Hammer! Übrigens schaut doch mal bei denen rein, sie sind in der Schweiz in der Hauptstadt Bern aber eigentlich international tätig: rettenmund.com
Go go go! Ich geb Ihnen den Auftrag. Superplötzlich fühle ich mich sowas von erleichtert. Die Unerträgliche Leichtigkeit des Seins erreicht mich beinahe. Aber nur beinahe. Denn diese Technikdinge lassen meinen Künstlerinnen-Kopf meist sowas von explodieren, glaubts mir.
Meine Website schnurrt jetzt wieder wie mein Kater, wenn er den Bauch voll hat. Und ich bin auch happy. Falls ihr also auch so eine Meldung seht und kurz davor seid, den Laptop aus dem Fenster zu werfen oder das Webhosting zu löschen: Don’t panic. PHP ist vielleicht nicht sexy, aber es hält eure Website frisch, sicher und schneller. Und mal ehrlich: Wer will schon ein digitales Joghurt im Kühlschrank haben, das längst abgelaufen ist?
So, und jetzt geh ich wieder Kunst machen. Amen!
Eure Nicole
